Mit soziodemografischen Daten zu mehr Customer Insights in der Marketing Attribution

Mit soziodemografischen Daten zu mehr Customer Insights in der Marketing Attribution

14.03.2018

Konsumenten hinterlassen mit jedem Online-Werbekontakt oder dem Besuch einer Website ihre digitalen Fingerabdrücke und lassen uns über ihre Interessen, Abneigungen, Absichten etc. teilhaben. In Theorie bietet das Internet Werbetreibenden somit schon ausgezeichnete Möglichkeiten, um ihre potentiellen Kunden zielgerichtet mit relevanten Werbebotschaften und über die richtigen Kanäle zu erreichen.

 

Für viele Marketingverantwortlichen bleibt diese Möglichkeit allerdings eine große Herausforderung. Denn oft sind Performance und soziodemografische Audience Daten zwar vorhanden, aber über verschiedene Systeme verstreut. Marketer erhalten somit keinen einheitlichen Blick auf den Kunden, um die passenden Kanäle, Geräte und Taktiken zu finden, um diesen zu erreichen.

 

Um dem User eine relevante Werbeerfahrung zu bieten, muss die Aufteilung zwischen Audience und Performance Daten aufgelöst werden.

 

 

Was sind soziodemografische Daten?

 

Unter soziodemographischen Daten versteht man Informationen, die mit Methoden aus der empirischen Sozialforschung gewonnen werden. Im Rahmen von Marktforschung werden Stichproben aus der Bevölkerung gezogen, um Aussagen über die Verteilung von Bevölkerungsmerkmalen treffen zu können.

 

Beispiele soziodemografischer Daten sind:

 

  • Geschlecht
  • Alter
  • Familienstand
  • Haushaltsgröße
  • Bildung
  • Berufliche Situation
  • Haushaltsnettoeinkommen

 

Soziodemografische Daten eignen sich dazu, die Bevölkerung in ihrer Gesamtheit zu definieren. Sie bilden oft die Grundlage von Marktsegmentierung und Zielgruppenbestimmung.

 

 

Wieso ist Soziodemographie im Marketing wichtig?

 

  • Den idealen Kunden verstehen

Jedes Unternehmen hat ein ideales Kundenprofil: Dieses besteht aus Eigenschaften und Charakteristiken, die der Kunde aufweist, der ein bestimmtes Produkt kaufen würde. Wenn man das Profil des idealen Kunden erstellt, befasst man sich tiefer mit dessen Geschmack, Präferenzen und den potentiellen Problemen, die er mit dem Produkt lösen kann. Das ermöglicht es, Marketingmaßnahmen zu verbessern und zu erstellen, die auf den einzelnen Kunden abzielen.

 

  • Marketingkosten verringern

Wenn der Werbetreibende die Demographie der Zielgruppe kennt, kann er sein Werbebudget ausdehnen, indem er die Werbung dort ausspielt, wo er seinen idealen Kunden findet. Wenn z.B. Millenials erreicht werden sollen, welche man vorwiegend über Social Media findet, braucht man kein Budget für direkte Email Kampagnen ausgeben.

 

  • Identifikation von neuen Möglichkeiten

Soziodemografische Daten helfen nicht nur dabei den idealen Kunden zu definieren und zu finden, sondern auch dabei, Lücken in der Marketingstrategie zu identifizieren. Zum Beispiel vermarktet der Werbetreibende ausschließlich an Generation X und erkennt, dass man Personen einer anderen Generation unbeachtet lässt.

 

  • Verkäufe steigern

Die wichtigste Funktion von soziodemografischen Daten im Marketing ist es Verkäufe zu steigern. Indem man seine Kunden versteht, kann jedes Unternehmen seine Marketingmaßnahmen daran ausrichten, um auf die Kunden abzuzielen, die das Produkt am wahrscheinlichsten kaufen. Es lohnt sich also seine Kunden zu kennen und zu wissen, was diese wirklich wollen.

 

 

Attributionssystemen fehlt es an Audience Insights

 

Marketing Attribution bietet Werbetreibenden die Möglichkeit die Customer Journeys ihrer Kunden zu messen, zu analysieren und damit den Einfluss jedes Marketingkontaktes zwischen Marke und Konsument auf die Kaufentscheidung zu verstehen.

 

Die Herausforderung ist, dass die meisten Attributionssysteme zwar die Performance von Marketingkampagnen bewerten können, aber dies nicht im Zusammenhang mit Audience Daten. So kann die Marketing Attribution zwar ermitteln, wie erfolgreich Werbemaßnahmen sind und welchen Einfluss diese auf die Kaufentscheidung des Nutzers hatten, aber nicht ob jede Maßnahme auch für jede Zielgruppe gleich funktioniert oder ob es soziodemografische Unterschiede bei der Kampagnenperformance gibt. 

 

 

Soziodemografische Daten in die Marketing Attribution einbinden

 

Um höchste Effektivität mit ihren Marketingmaßnahmen zu erreichen, benötigen Werbetreibende eine Plattform, die soziodemografische Profildaten der Kunden und Interessenten mit den Ergebnissen der Marketing Attribution kombiniert.

 

Wenn Audience Daten und Performance Messung zusammenlaufen, erhalten Marketingentscheider Einblicke darin, welche Kanäle und Maßnahmen, eine spezifische Zielgruppe wann und in welchem Umfang beeinflussen. Werbetreibende können so nicht nur die Customer Experience für ihre Kunden optimieren, sondern auch ihr Werbebudget innerhalb und über verschiedene Kanäle hinweg optimieren, um Conversions, Brand Engagement, Umsatz oder andere Erfolgsmetriken voranzutreiben.

 

Wichtig ist hierbei, den Kunden kanal- und geräteübergreifend eindeutig identifizieren zu können. Nur so wird personenbezogenes Marketing ermöglicht. Grundlage dafür ist i.d.R. ein eindeutiges Identifizierungsmerkmal, wie eine Kundennummer oder verschlüsselte Email-Adresse. Die tatsächliche Identität des Kunden muss zu jedem Zeitpunkt unerkennbar bleiben. Diese First Party Daten werden anschließend mit Informationen von externen Partnern (Third Party Daten) kombiniert. User, welche bislang nur auf Grundlage von Geräten und Cookies identifiziert werden konnten, werden mit Insights über Demographie, Transaktionen und das Verhalten (Alter, Einkommen, Kaufabsicht etc.) synchronisiert. Robuste Kundenprofile können erstellt werden. Ein unbekannter User wird somit zu einem Individuum mit konkreten Merkmalen.

 

 

Den Konsumenten als Individuum identifizieren

 

Die enorme Macht von personenbasiertem Marketing ist die Möglichkeit auf echte Menschen anstelle von generischen Zielgruppen abzuzielen. Zu verstehen, wer die Kunden und Interessenten sind, was sie mögen und wie sie sich verhalten ist der Schlüssel, um maßgeschneiderte Botschaften zu übermitteln, die den einzigartigen Bedürfnissen und Präferenzen des Kunden entsprechen.

 

Die Anschaffung einer dynamischen Attribution ist eine sehr lohnende Investition, sofern das Media-Volumen groß genug ist. Die Investitionskosten der Attributionslösung sollten unterhalb der Effizienzgewinne aus der Media-Optimierung liegen, damit sich die Einführung eines Attributionstools rentiert.


Wir bieten Kunden die Möglichkeit, soziodemografische Daten in Exactag abzubilden und mit Attributionsdaten zu vereinen. Kontaktieren Sie uns!

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